Arthur Hayes warnt vor 75 % Bitcoin-Crash
Der Maelstrom-Gründer erwartet einen massiven Einbruch, bevor Bitcoin auf 250.000 US-Dollar steigen kann. Seine extreme Wette basiert auf der KI-Blase und neuer Liquidität.
Jorge Franganillo / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)
Arthur Hayes, der Mitbegründer der Kryptowährungsplattform BitMEX, sieht Bitcoin auf dem Weg zu 250.000 US-Dollar. Der Weg dorthin könnte für Anleger jedoch äußerst schmerzhaft werden. In einem Podcast mit Anthony Pompliano warnte Hayes vor einem möglichen Kurssturz von bis zu 75 Prozent auf dem Weg zu diesem Ziel. Seine Prognose basiert nicht auf einer klassischen Finanzkrise, sondern auf einem Szenario massiver staatlicher Liquiditätsspritzen.
Die Liquiditäts-Theorie hinter der Warnung
Hayes argumentiert, dass Regierungen und Zentralbanken weltweit eine neue Ära des Gelddruckens einleiten werden. Seiner Einschätzung nach würden die US-Notenbank Fed, das US-Finanzministerium sowie die politischen Entscheidungsträger in Europa, China und Japan frühzeitig eingreifen, um eine größere Schuldenkrise zu verhindern. Das Ziel sei es, eine Kreditklemme im Ausmaß der Finanzkrise von 2008 zu vermeiden. Stattdessen werde kontinuierlich Liquidität in das System gepumpt.
Diese erwartete Flut an neuem Geld sieht Hayes als den ultimativen Treiber für den langfristigen Bitcoin-Preis. Er sagte wörtlich: "Wir werden keine Kreditkrise im Ausmaß von 2008 erleben, sondern es wird einfach weiter Geld gedruckt, gedruckt und gedruckt, und bevor man sich versieht, steht Bitcoin bei 250.000 US-Dollar." Der massive Einbruch, den er vorhersagt, wäre demnach eine volatile Korrektur innerhalb dieses größeren makroökonomischen Trends.
Die Rolle der KI-Blase und Hayes' Positionierung
Ein zentraler Grund für die erwarteten Liquiditätsspritzen ist für Hayes der immense Kapitalbedarf im Bereich der künstlichen Intelligenz. Er bezeichnet den KI-Ausbau als die größte Investitionsblase der Geschichte. Dieser Boom habe in der jüngeren Vergangenheit jedoch Kapital von Bitcoin abgezogen. Hayes erklärte, dass "die KI sich den marginalen US-Dollar geschnappt und Bitcoin zurückgelassen" habe.
Erst wenn zusätzliche Liquidität benötigt werde, um die wachsenden Schulden aus KI-Investitionen zu refinanzieren, erwartet er eine Umkehr dieses Effekts zugunsten von Bitcoin. Seine persönliche Anlagestrategie spiegelt diese Überzeugung wider. Hayes gab an, etwa zehnmal so viel Bitcoin wie Gold in seinem Portfolio zu halten. Bei börsennotierten Aktien setzt er ebenfalls auf einen Mix aus Goldminen und traditionellen Wertpapieren wie Exxon, was auf eine breite Absicherung innerhalb seiner risikoreichen Bitcoin-Wette hindeutet.
Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und empfiehlt weder einen Wert noch ein Niveau oder eine Richtung; die Bewegung einer einzelnen Sitzung belegt keinen Trend. Hintergründe unter Krypto, Altcoin, Bitcoin, Begriffe im Finanzlexikon.
Häufige Fragen
Warum warnt Arthur Hayes vor einem 75%igen Bitcoin-Crash?
Hayes erwartet einen massiven, kurzfristigen Einbruch als Teil der volatilen Aufwärtsbewegung hin zu seinem langfristigen Kursziel von 250.000 US-Dollar. Dieser Crash wäre eine Korrektur innerhalb eines größeren Trends, der durch massive Liquiditätsspritzen der Zentralbanken getrieben wird.
Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz in seiner Prognose?
Hayes sieht den KI-Boom als größte Investitionsblase der Geschichte, die aktuell Kapital von Bitcoin abzieht. Er argumentiert, dass die zur Refinanzierung der KI-Schulden benötigte zusätzliche Liquidität letztlich auch Bitcoin zugutekommen und den Kurs antreiben wird.
Wie hat sich Arthur Hayes selbst positioniert?
Entsprechend seiner extrem bullischen Langfristprognose hält Hayes nach eigenen Angaben etwa zehnmal so viel Bitcoin wie Gold in seinem Portfolio. Er diversifiziert teilweise mit Aktien von Goldminen und traditionellen Werten wie Exxon.
Quellen
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