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Halbleiterumsätze brechen im Juli ein

Die globalen Chipverkäufe sanken im Juli um fast 10 Prozent, angetrieben von einem Einbruch im Speichersegment. Die Preise für DRAM und NAND stiegen jedoch deutlich.

Markt-Redaktion·
Nahaufnahme eines Silizium-Wafers: dichte Reihen identischer Chip-Dies, die Oberfläche spiegelt einen Regenbogen von Rot über Grün bis Blau (Symbolbild)

Rob Bulmahn / Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Die weltweiten Halbleiterumsätze haben im Juli einen deutlichen Rückschlag erlitten. Nach einem Rekordhoch im Juni sanken die monatlichen Verkäufe um 9,8 Prozent. Diese Daten, die auf Berechnungen der UBS basieren, zeigen eine abrupte Abschwächung des bisherigen Wachstumstempos.

Einbruch im Speichermarkt

Hauptverantwortlich für den Gesamtrückgang war das Speichersegment. Die Umsätze mit Speicherchips brachen im Juli gegenüber dem Vormonat um 16,3 Prozent ein. Dieser signifikante Rückstand deutet auf eine Verschiebung in der Nachfrage- und Angebotsdynamik hin, die für diesen zyklischen Markt charakteristisch ist.

Trotz des Umsatzrückgangs entwickelten sich die Preise für Speicherchips in die entgegengesetzte Richtung. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM stiegen im Monatsvergleich um 8,3 Prozent, während NAND-Chips um 9,8 Prozent teurer wurden. Diese Preisdynamik deutet auf eine anhaltende strukturelle Spannung im Markt hin, die durch die sinkenden Auslieferungsmengen nicht vollständig kompensiert wird.

Die Analysten von UBS erwarten eine weitere Verschärfung dieser Entwicklung. Für das dritte Quartal prognostizieren sie einen Anstieg der DDR-Preise um 22 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Gleichzeitig sollen die NAND-Vertragspreise um 20 Prozent zulegen. Diese Erwartungen unterstreichen die anhaltende Verknappung in der Lieferkette.

Logik- und Analogchips halten Rekordkurs

Abseits des volatilen Speichermarktes liefern andere Segmente weiterhin robuste Zahlen. Die Umsätze mit Logikchips stiegen im Juli um 2,2 Prozent und erreichten mit 37 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekordwert. Auch die Analogumsätze legten um 3,4 Prozent zu.

Diese Stärke in den nicht-flüchtigen Segmenten deutet auf eine breitere und diversifizierte Nachfragebasis hin, die über die zyklischen Schwankungen im Speichermarkt hinausgeht. Sie stützt die Ansicht, dass der aktuelle Halbleiterboom strukturelle Elemente aufweist.

Vor diesem Hintergrund sieht UBS keinen grundlegenden Bruch des Halbleiterbooms und erwartet, dass dieser bis mindestens 2028 anhalten wird. Zu den bevorzugten Titeln der Bank im US-Raum gehören weiterhin Micron und Nvidia. International zählen unter anderem ASE Technology, Hon Hai Precision Industry und NXP zu den Favoriten.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und empfiehlt weder einen Wert noch ein Niveau oder eine Richtung; die Bewegung einer einzelnen Sitzung belegt keinen Trend. Hintergründe unter Märkte, Abrechnung, Aktie, Begriffe im Finanzlexikon.

Häufige Fragen

Warum sind die Halbleiterumsätze im Juli gesunken?

Der Gesamtrückgang von 9,8 Prozent wurde hauptsächlich durch einen Einbruch im Speichersegment verursacht, wo die Umsätze um 16,3 Prozent fielen. Dies war vor allem auf niedrigere Auslieferungsmengen zurückzuführen.

Wie haben sich die Preise für Speicherchips entwickelt?

Trotz sinkender Umsätze stiegen die Preise deutlich. Die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM erhöhten sich um 8,3 Prozent, die für NAND-Chips um 9,8 Prozent. Für das dritte Quartal werden weitere starke Preisanstiege erwartet.

Welche Halbleitertitel favorisiert UBS?

Zu den bevorzugten Aktien der UBS im US-Markt gehören Micron und Nvidia. International zählen unter anderem ASE Technology, Hon Hai Precision Industry und NXP zu den Favoriten der Bank.

Quellen

#Halbleiter#Speicherchips#Umsatz#UBS#Marktanalyse

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