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Ölpreise steigen nach neuen US-Iran-Angriffen

Die Spannungen zwischen den USA und Iran treiben den Ölmarkt erneut an. Brent und WTI legen zu, nachdem Angriffe auf Tanker und Drohnen die Sorgen um Lieferausfälle im Nahen Osten verschärft haben.

Markt-Redaktion·
Ölpreise steigen nach neuen US-Iran-Angriffen (Symbolbild)

Die Ölpreise haben zum Wochenauftakt zugelegt, nachdem sich die Lage zwischen den USA und Iran weiter zugespitzt hat. Auslöser sind neue Angriffe auf See sowie Warnungen aus Teheran, die den Markt auf eine längere Störung der Energieversorgung im Nahen Osten einstellen lassen. Besonders im Blick steht dabei die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels läuft.

Hormus bleibt neuralgischer Punkt

Brent verteuerte sich um rund 0,5 Prozent auf 96,70 US-Dollar je Barrel und baute damit die Gewinne der Vorwoche aus. WTI notierte 0,1 Prozent höher bei 91,55 US-Dollar. Die Bewegung fiel zwar moderat aus, doch sie zeigt, wie sensibel der Markt auf jede zusätzliche Eskalation in der Region reagiert.

Am Wochenende griffen US-Streitkräfte drei iranische Öltanker an, nachdem ballistische Raketen in Richtung zweier Kriegsschiffe abgefeuert worden waren, die in den regionalen Gewässern patrouillierten. Iran erklärte als Reaktion, eine US-Überwachungsdrohne angegriffen zu haben, die in die Straße von Hormus eindringen wollte. Gleichzeitig warnte die Revolutionsgarde Schiffe davor, genehmigte Routen zu verlassen, und sprach von Angriffen auf mehrere Tanker und weitere Schiffe.

Lieferketten unter Druck

Zusätzliche Nervosität entstand durch die Ankündigung, im Bereich außerhalb der Straße von Hormus eine neue Sperrzone einzurichten. Damit wächst die Unsicherheit über den freien Verkehr von Tankern und die Belastbarkeit der Exportwege aus der Region. Laut Press TV soll sich die vorgesehene Zone vom Blockadepunkt der US-Navy aus bis in Teile des Persischen Golfs erstrecken.

Für den Ölmarkt ist das vor allem deshalb relevant, weil schon geringe Einschränkungen im Seeweg schnell Preisschwankungen auslösen können. Die jüngsten Vorfälle führten bereits dazu, dass der Verkehr durch Hormus auf den niedrigsten Stand seit Mai gefallen ist. Händler und Raffinerien müssen damit rechnen, dass sich Versicherungsprämien, Lieferzeiten und die Verfügbarkeit von Fracht weiter verschlechtern.

Die Situation bleibt auch deshalb angespannt, weil beide Seiten ihre Drohungen zuletzt nicht zurückgenommen haben. Während die USA militärisch gegen iranische Ziele vorgingen, setzte Teheran auf Gegenangriffe und weitere Warnungen für den Schiffsverkehr. Solange der Konflikt nicht entschärft wird, dürfte die Straße von Hormus als Risikofaktor für den Energiemarkt im Fokus bleiben.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und empfiehlt weder einen Wert noch ein Niveau oder eine Richtung; die Bewegung einer einzelnen Sitzung belegt keinen Trend. Hintergründe unter Märkte, Abrechnung, Aktie, Begriffe im Finanzlexikon.

Häufige Fragen

Warum steigen die Ölpreise?

Die Preise reagieren auf die neuen Angriffe zwischen den USA und Iran sowie auf die Sorge vor Unterbrechungen der Öltransporte im Nahen Osten.

Welche Sorten haben sich verteuert?

Brent stieg um etwa 0,5 Prozent auf 96,70 US-Dollar je Barrel. WTI lag 0,1 Prozent höher bei 91,55 US-Dollar.

Welche Rolle spielt die Straße von Hormus?

Über die Straße von Hormus läuft ein zentraler Teil des Ölhandels. Wenn der Verkehr dort gestört ist, entstehen schnell Engpässe und Preisdruck.

Quellen

#Ölpreise#Naher Osten#Iran#USA#Energie

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