LexikonMakroökonomie

Was ist Inflation?

Ein anhaltender Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, der die Kaufkraft des Geldes mindert.

Inflation beschreibt den kontinuierlichen Anstieg des Preisniveaus für einen repräsentativen Warenkorb von Gütern und Dienstleistungen. Gemessen wird sie im Euroraum primär durch den Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Steigt die Inflation, kann man mit demselben Geldbetrag weniger kaufen – die Kaufkraft des Geldes schwindet.

Die EZB strebt eine Inflationsrate von knapp unter 2% an, um Preisstabilität zu gewährleisten. Eine zu hohe Inflation entwertet Ersparnisse und erschwert die langfristige Planung für Haushalte und Unternehmen. Eine zu niedrige oder negative Inflation (Deflation) kann hingegen Konsum und Investitionen verzögern, da auf weiter fallende Preise spekuliert wird.

BeispielBei einer jährlichen Inflationsrate von 5% kostet ein Produkt, das heute 100 € kostet, im nächsten Jahr durchschnittlich 105 €.
Wussten Sie schon?In der extremen Hyperinflation der Weimarer Republik 1923 wurden Banknoten in Milliardenhöhe gedruckt, die oft nur noch als Brennmaterial oder zum Tapezieren von Wänden verwendet wurden.

Welcher Index wird im Euroraum hauptsächlich zur Messung der Inflation verwendet?

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