LexikonAnlageinstrumente

Was ist Staatsanleihe?

Eine Staatsanleihe (Bundesanleihe) ist ein verzinsliches Wertpapier, mit dem sich der Bund am Kapitalmarkt langfristig Geld leiht.

Eine Staatsanleihe (im deutschen Kontext typischerweise eine Bundesanleihe) ist ein festverzinsliches Wertpapier, mit dem der deutsche Staat (der Bund) langfristige Schulden zur Finanzierung seines Haushalts aufnimmt. Die Laufzeiten liegen üblicherweise zwischen 10 und 30 Jahren. Der Emittent (Bundesrepublik Deutschland) zahlt dem Anleger während der Laufzeit regelmäßige Zinsen (Kupon) und am Ende der Laufzeit den Nennwert zurück.

Bundesanleihen gelten aufgrund der hohen Bonität des deutschen Staates als eine der sichersten Anlageformen in Europa und dienen oft als risikofreier Referenzzinssatz für andere Finanzprodukte. Ihre Rendite (Umlaufrendite) ist ein wichtiger Indikator für die langfristigen Zinserwartungen und das Vertrauen in die Stabilität des Euroraums.

BeispielEin Anleger kauft eine 10-jährige Bundesanleihe mit einem Nennwert von 1.000 Euro und einem Kupon von 2%. Er erhält 10 Jahre lang jährlich 20 Euro Zinsen und am Ende der Laufzeit seine 1.000 Euro zurück.

Verwandte Begriffe