LexikonMakroökonomie

Was ist Geldpolitik?

Geldpolitik bezeichnet die Maßnahmen der EZB zur Steuerung der Geldversorgung und Zinsen, primär zur Sicherung der Preisstabilität im Euroraum.

Die Geldpolitik wird im Euroraum von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesteuert. Ihr vorrangiges Ziel ist es, die Preisstabilität zu wahren, was als Inflationsrate nahe, aber unter 2% definiert ist. Dazu nutzt die EZB ihre Hauptinstrumente: die Festlegung der Leitzinsen (wie den Hauptrefinanzierungssatz) und spezielle Programme zum An- und Verkauf von Wertpapieren (Geldpolitische Geschäfte).

Eine restriktive („straffe“) Geldpolitik mit höheren Zinsen dämpft die Konjunktur und bekämpft hohe Inflation. Eine expansive („lockere“) Geldpolitik mit niedrigen Zinsen oder Anleihekaufprogrammen soll Kreditvergabe und Wirtschaftswachstum ankurbeln. Die Entscheidungen des EZB-Rats werden von Finanzmärkten weltweit aufmerksam verfolgt.

BeispielUm eine zu hohe Inflation von 5% zu bekämpfen, könnte die EZB ihre Leitzinsen anheben, was Kredite verteuert und die wirtschaftliche Nachfrage bremst.

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