LexikonBörse & Aktien

Was ist Hebel?

Ein Finanzmechanismus, der es ermöglicht, mit einem geringen Kapitaleinsatz eine überproportional große Marktposition zu kontrollieren.

Ein Hebel (Leverage) beschreibt in der Finanzwelt die Möglichkeit, mit einem vergleichsweise kleinen eigenen Kapitaleinsatz (der Margin oder Sicherheitsleistung) eine deutlich größere Position in einem Basiswert, wie z.B. Aktien oder Devisen, einzugehen. Dies wird durch die Aufnahme von Fremdkapital (meist vom Broker bereitgestellt) ermöglicht.

Der Hebel multipliziert sowohl potenzielle Gewinne als auch potenzielle Verluste. Bei einer negativen Kursentwicklung kann der Verlust schnell die eigene Sicherheitsleistung übersteigen, was zu einem Margin Call (Nachschussforderung) oder der automatischen Schließung der Position führen kann. Hebelprodukte wie Optionsscheine oder Knock-Out-Produkte sind daher mit einem sehr hohen Risiko verbunden und für unerfahrene Anleger nicht geeignet.

BeispielBei einem Hebel von 1:10 reichen bereits 1.000 € Eigenkapital, um eine Position im Wert von 10.000 € zu kontrollieren. Ein Kursrückgang des Basiswerts von 10 % würde in diesem Fall den gesamten Kapitaleinsatz von 1.000 € vernichten.

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