LexikonMakroökonomie

Was ist Verbraucherpreisindex?

Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisentwicklung eines Warenkorbs und ist der wichtigste Indikator für die Inflation in Deutschland.

Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist das zentrale Maß für die Preisentwicklung und die Lebenshaltungskosten in Deutschland. Er wird monatlich vom Statistischen Bundesamt (Destatis) berechnet und veröffentlicht. Der Index misst die durchschnittliche Preisveränderung eines festgelegten 'Warenkorbs', der repräsentativ für die Ausgaben privater Haushalte ist – darunter Lebensmittel, Mieten, Energie, Kleidung und Dienstleistungen.

Die jährliche Veränderungsrate des VPI wird als Inflationsrate bezeichnet. Sie ist eine der wichtigsten Kennzahlen für die Wirtschaftspolitik, insbesondere für die Europäische Zentralbank (EZB). Das vorrangige Ziel der EZB ist es, die Verbraucherpreisinflation im Euroraum mittelfristig bei knapp unter 2% zu halten. Steigende Inflationsraten können zu Zinserhöhungen führen, sinkende zu expansiveren Maßnahmen.

BeispielWenn der VPI für Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,0% gestiegen ist, bedeutet das, dass die Lebenshaltungskosten für einen durchschnittlichen Haushalt um diesen Prozentsatz teurer geworden sind.
Wussten Sie schon?Der deutsche Warenkorb für den VPI umfasst über 650 verschiedene Güterpositionen und wird regelmäßig aktualisiert, um veränderte Konsumgewohnheiten (z.B. Streaming-Dienste statt DVD-Käufe) abzubilden.

Welche Institution veröffentlicht den offiziellen Verbraucherpreisindex (VPI) für Deutschland?

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