VW-Gewinn bricht um ein Drittel ein
Der Volkswagen-Konzern meldet einen Gewinneinbruch von 32,9 Prozent im zweiten Quartal. Hauptgrund sind die schwachen Verkäufe auf dem chinesischen Markt.
Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Nach Steuern fiel das Konzernergebnis um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Bereits im Vorjahresquartal hatte der Wolfsburger Autobauer einen Rückgang von 36 Prozent hinnehmen müssen, sodass sich die negative Entwicklung fortsetzt.
Die Auslieferungen gingen konzernweit um fast neun Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge zurück. Besonders hart traf es den für Volkswagen strategisch entscheidenden Markt China. Dort sackten die Verkäufe um mehr als ein Drittel auf lediglich 424.300 Fahrzeuge ab. Dieser Einbruch stellt die größte Belastung für das Gesamtergebnis dar.
Außerhalb Chinas zeigte sich das Absatzbild etwas stabiler. Dennoch rechnet der Konzern für das Gesamtjahr nun mit einem Umsatzrückgang von bis zu drei Prozent. Bisher war noch von einem möglichen Wachstum in ähnlicher Höhe ausgegangen worden. Die Gewinnmarge soll dagegen wie geplant zwischen vier und 5,5 Prozent liegen.
Porsche als Lichtblick
Während der Konzern insgesamt kämpft, konnte die Porsche AG im ersten Halbjahr ein besseres operatives Ergebnis vorlegen. Es stieg auf 1,35 Milliarden Euro nach 1,01 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg ist bemerkenswert, obwohl auch Porsche einen Absatzrückgang von einem Drittel hinnehmen musste.
Der starke Kontrast zum Vorjahresquartal, in dem das Porsche-Ergebnis um zwei Drittel eingebrochen war, unterstreicht die Erholung der Marke. Die Zahlen deuten darauf hin, dass die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und möglicherweise ein günstigeres Produktmix bei dem Sportwagenhersteller Wirkung zeigen.
Ausblick und Konzernführung
VW-Chef Oliver Blume äußerte sich dennoch vorsichtig optimistisch und erwartet für das Gesamtjahr ein robustes Ergebnis über dem Vorjahresniveau. Die Herausforderungen auf dem chinesischen Markt bleiben jedoch die größte Unwägbarkeit für die Konzernplanung. Die dortige Absatzschwäche zieht direkte Konsequenzen für die Produktionsauslastung und die Margen nach sich.
Die Entwicklung unterstreicht die Abhängigkeit des Volkswagen-Konzerns von seinem einstigen Wachstumsmotor China. Die aktuelle Schwächephase zwingt das Management zu einer Neubewertung der Marktstrategie und möglicherweise zu weiteren Kosteneinsparungen. Die Erwartungen an die Gewinnmarge zeigen, dass der Fokus nun stark auf der operativen Effizienz liegt.
Quellen
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