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Goldpreis stürzt nach Eskalation im Golf ab

Die Edelmetalle Gold und Silber verzeichnen deutliche Verluste, nachdem die USA und Iran ihre Angriffe wieder aufgenommen haben. Zusätzlich belasten Zinserwartungen die Märkte.

Devisen-Redaktion·
Nahaufnahme eines Goldbarrens mit der Prägung "SWITZERLAND", dem Feingehalt "999.9" und dem Gussdatum 2022-06 (Symbolbild)

Ibex73 / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Der Goldpreis ist am Montag deutlich unter Druck geraten und setzte damit die Verluste der beiden vorangegangenen Handelstage fort. Auslöser für den Rücksetzer war die erneute militärische Eskalation zwischen den USA und Iran, die eine etwa einen Monat andauernde Pause der gegenseitigen Angriffe beendete. Die erneuten Gefechte weckten bei Anlegern die Befürchtung vor einer Ausweitung des Konflikts in der gesamten Golfregion.

Zinsängste und Konflikt belasten Edelmetalle

Neben den geopolitischen Spannungen beschäftigen die Märkte weiterhin die Aussichten auf ein anhaltend hohes Zinsniveau in den USA. Die Kombination aus diesen beiden Faktoren ließ den Goldpreis einbrechen. Der Future auf Gold mit Lieferung im Oktober fiel an der Comex-Börse um 45,20 US-Dollar oder 1,01 Prozent auf 4.449,50 Dollar je Feinunze. Auch Silber notierte deutlich schwächer und verlor 0,832 Dollar beziehungsweise 1,24 Prozent auf 66,420 Dollar je Unze.

Der Konflikt zwischen Washington und Teheran befindet sich mittlerweile im siebten Monat, ohne dass sich Anzeichen für eine Deeskalation abzeichnen. Die Strategie der USA hatte sich zuletzt von militärischen Schlägen hin zu einem umfassenden finanziellen Embargo verlagert, was an den Märkten zunächst für Erleichterung gesorgt hatte. US-Finanzminister Scott Bessent hatte vergangenen Montag eine Reihe von Maßnahmen angekündigt, um die iranische Wirtschaft auszubluten und alle Finanzierungsquellen abzuschneiden.

Embargo und Kontrolle über strategische Wasserstraße

Bessent warnte zudem, dass jede Nation, die Iran unterstützt, von den USA in gleicher Weise behandelt werde. Im Zentrum des Konflikts steht auch die Kontrolle über den strategisch äußerst wichtigen Schifffahrtsweg durch die Straße von Hormus. Beide Seiten erheben widersprüchliche Ansprüche auf die Autorität über das Management des Schiffsverkehrs in dieser für den globalen Öltransport kritischen Passage.

Die wirtschaftlichen Sanktionen, die darauf abzielen, Irans Wirtschaft zu zerschlagen, hatten zwar Besorgnis über eine weitere Verzögerung der Wiedereröffnung der Straße von Hormus geweckt. Die Märkte bewerteten den Strategiewechsel hin zu finanzieller Druckausübung jedoch zunächst als weniger risikoreich als direkte militärische Auseinandersetzungen. Die nun erfolgte Rückkehr zu gegenseitigen Angriffen kehrt diese Einschätzung um und belastet die Risikostimmung.

Die erneute Eskalation unterstreicht die Fragilität der Lage in der Region. Für Anleger bedeutet dies, dass die traditionelle Rolle von Gold als sicherer Hafen in unsicheren Zeiten derzeit von anderen Marktkräften überlagert wird. Die Aussicht auf hohe Zinsen in den USA macht den Besitz von zinslosen Edelmetallen weniger attraktiv und erhöht die Opportunitätskosten.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und empfiehlt weder einen Wert noch ein Niveau oder eine Richtung; die Bewegung einer einzelnen Sitzung belegt keinen Trend. Hintergründe unter Devisen, Devisen, Forex, Begriffe im Finanzlexikon.

Häufige Fragen

Warum ist der Goldpreis gefallen?

Der Goldpreis ist aufgrund einer erneuten militärischen Eskalation zwischen den USA und Iran sowie anhaltender Erwartungen hoher US-Zinsen gefallen.

Wie entwickelten sich die konkreten Kurse?

Der Gold-Future für Oktober lieferung fiel um 45,20 Dollar auf 4.449,50 Dollar je Unze. Der Silber-Future verlor 0,832 Dollar auf 66,420 Dollar je Unze.

Welche Rolle spielt die Straße von Hormus?

Die Straße von Hormus ist ein kritischer Schifffahrtsweg für den globalen Öltransport. Die USA und Iran erheben widersprüchliche Ansprüche auf die Kontrolle über diese Passage, was den Konflikt zusätzlich anheizt.

Quellen

#Gold#Edelmetalle#Geopolitik#US-Zinsen#Rohstoffe

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