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Indische Börsen fallen wegen Öl- und Zinssorgen

Höhere Ölpreise und neue Spannungen im Nahen Osten belasten die indischen Leitindizes. Der Sensex und der Nifty schlossen im Minus, während Nebenwerte zulegten.

Markt-Redaktion·
Indische Börsen fallen wegen Öl- und Zinssorgen (Symbolbild)

Indische Aktien haben am Dienstag spürbar nachgegeben. Auslöser waren steigende Ölpreise im Zuge verschärfter Spannungen im Nahen Osten und die Sorge, dass die US-Notenbank auf den Inflationsdruck mit höheren Zinsen reagieren könnte. Damit rückten für Anleger gleich zwei Belastungsfaktoren in den Vordergrund: teurere Energie und ein möglich strengeres Geldumfeld.

Ölpreis und geopolitische Risiken

Brent näherte sich zeitweise der Marke von 100 Dollar je Barrel. Hintergrund waren Drohungen des Iran mit Gegenmaßnahmen bei weiteren US-Angriffen auf Anlagen des Landes sowie die Ankündigung der von Saudi-Arabien geführten Koalition, auf Angriffe der Huthi-Rebellen entschlossen zu reagieren. Zusätzlich beobachteten Händler Hinweise auf eine Vereinbarung zwischen Iran und Oman zum Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus.

Steigende Energiepreise erhöhen für viele indische Unternehmen die Vorleistungen und verstärken den Inflationsdruck. Genau das heizt die Erwartung an, dass die Fed im Zweifel nicht lockerer, sondern restriktiver agieren könnte. Für die Märkte bleibt damit entscheidend, ob sich der Ölpreisschub verfestigt oder nur vorübergehend ist.

Der Leitindex BSE Sensex sank um 555,23 Punkte oder 0,73 Prozent auf 75.577,58 Punkte. Der NSE Nifty verlor 144,05 Punkte oder 0,61 Prozent und schloss bei 23.635,10 Punkten. Damit standen die großen Indizes unter klarer Schwäche, obwohl sich andere Marktsegmente besser hielten.

Breite des Marktes bleibt gemischt

Im Gegensatz zu den Standardwerten legten die Indizes für mittelgroße und kleinere Unternehmen leicht zu. Der BSE Mid-Cap gewann 0,3 Prozent, der Small-Cap-Index 0,2 Prozent. Das spricht für ein uneinheitliches Bild am Markt, in dem vor allem große und zinssensitive Titel unter Druck gerieten.

Die Marktbreite an der BSE war dennoch schwach. Dort schlossen 2.280 Titel im Minus, 2.102 im Plus und 227 unverändert. Unter den auffälligeren Verlierern waren Maruti Suzuki India, Sun Pharma, HDFC Bank, Reliance Industries, Kotak Mahindra Bank, UltraTech Cement, Axis Bank und ICICI Bank, die jeweils um 1 bis 2 Prozent nachgaben.

Für den indischen Markt bleibt damit vor allem die Kombination aus geopolitischem Risiko und Energiepreisen relevant. Solange Öl teuer bleibt, steigt der Druck auf die Inflation und damit indirekt auch auf die Bewertung vieler Aktien. Besonders anfällig sind dabei Unternehmen mit hohem Kostenanteil oder starkem Zinsbezug.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und empfiehlt weder einen Wert noch ein Niveau oder eine Richtung; die Bewegung einer einzelnen Sitzung belegt keinen Trend. Hintergründe unter Börse, Abrechnung, Aktie, Begriffe im Finanzlexikon.

Häufige Fragen

Warum gaben indische Aktien nach? Die Kurse litten unter steigenden Ölpreisen und den damit verbundenen Sorgen über Inflation und eine mögliche strengere Geldpolitik der US-Notenbank.

Wie stark fielen Sensex und Nifty? Der BSE Sensex verlor 555,23 Punkte oder 0,73 Prozent. Der NSE Nifty sank um 144,05 Punkte oder 0,61 Prozent.

Welche Marktsegmente entwickelten sich besser? Die Mid-Cap- und Small-Cap-Indizes legten leicht zu, während die großen Standardwerte unter Druck standen.

Quellen

#Indien#Börse#Ölpreis#Fed#Naher Osten

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