LexikonMakroökonomie

Was ist Abwertung?

Eine Abwertung ist die offizielle Verringerung des Wechselkurses der eigenen Währung gegenüber anderen Währungen durch die Zentralbank oder Regierung.

Eine Abwertung (Devaluation) ist eine bewusste, einseitige Entscheidung der Währungsbehörden, den festgelegten oder gesteuerten Wert der eigenen Währung gegenüber anderen Währungen oder einem Währungskorb zu senken. Dies geschieht in Systemen mit festen oder gemanagten Wechselkursen, nicht in vollständig freien Floatings wie beim Euro gegenüber dem US-Dollar.

Das Ziel ist oft, die Exporte des Landes zu verbilligen und damit wettbewerbsfähiger zu machen, was die heimische Wirtschaft ankurbeln soll. Der Nachteil ist, dass Importe und Auslandsreisen teurer werden, was die Inlandsinflation erhöhen kann. Zudem werden in Fremdwährung denomierte Schulden für das Land und seine Unternehmen schwerer zu bedienen.

BeispielIn einem System mit festem Wechselkurs könnte ein Land den Wert seiner Währung von 1:1 auf 1:1,20 zum US-Dollar herabsetzen, um seine Exporte zu fördern. Für die Eurozone als Ganzes ist eine gezielte Abwertung des Euro in diesem Sinne nicht vorgesehen.

Verwandte Begriffe