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Börse

Dax unter Druck durch Energiekosten

Steigende Ölpreise belasten den deutschen Leitindex, während Fresenius nach Analystenkommentaren zulegt und Infineon nach einer Herabstufung durch Morgan Stanley deutlich verliert.

Markt-Redaktion·
Die Bronzeskulpturen von Bulle und Bär vor der von Säulen getragenen Sandsteinfassade der Frankfurter Börse (Symbolbild)

Dietmar Rabich / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Der deutsche Aktienmarkt startete den Handelstag unter dem Eindruck anhaltend hoher Energiepreise. Der Dax gab leicht nach und notierte mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 25.962 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte zeigte sich dagegen widerstandsfähiger und legte um 0,3 Prozent auf 32.504 Zähler zu.

Energiemarkt belastet Stimmung

Die hartnäckig hohen Preise für Öl und Gas bleiben ein zentrales Risiko für die Konjunktur und die Aktienmärkte. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg am Morgen auf den höchsten Stand seit Anfang Juni und näherte sich der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Parallel meldete der Gasspeicher-Verband INES, dass die Füllstände der deutschen Gasspeicher so niedrig sind wie seit Beginn der Aufzeichnungen nicht mehr. Diese fundamentale Knappheit hält die Unsicherheit an den Märkten aufrecht.

Aktuell überwiegt unter Investoren noch die Hoffnung, dass es sich bei der jüngsten Ölpreisrallye um eine vorübergehende Eskalation handelt, die auf Spannungen zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen ist. Sollten die Ölpreise sich jedoch längerfristig auf diesem hohen Niveau halten oder sogar weiter steigen, wären die wirtschaftlichen Schäden erheblich. Analyst Thomas Altmann von QC Partners warnte, dass die Aktienmärkte einen dauerhaft hohen Ölpreis nicht ignorieren könnten.

Einzelwerte reagieren auf Analysten

Unter den Einzeltiteln sorgten vor allem Kommentare von Research-Häusern für deutliche Kursbewegungen. Die Aktien des Medizintechnik- und Klinikkonzerns Fresenius gehörten zu den Gewinnern im Dax und notierten am oberen Ende des Index. Die positive Bewertung durch Marktbeobachter stützte die Kurse.

Einen deutlichen Rücksetzer musste dagegen der Halbleiterhersteller Infineon hinnehmen. Die Papiere büßten knapp 4,3 Prozent ein, nachdem Morgan Stanley seine Einschätzung zu dem Wert herabgestuft hatte. Solche Herabstufungen durch große Investmentbanken führen häufig zu unmittelbaren Verkäufen durch institutionelle Anleger, die ihren Portfoliovorgaben folgen.

An der Wall Street zeichnete sich zu Handelsbeginn ein uneinheitliches Bild ab. Die US-Börsen müssen sich ebenfalls mit den Auswirkungen der Energiepreise auf die Inflation und die Zinserwartungen auseinandersetzen. Die Entwicklung des Ölpreises bleibt damit der bestimmende Faktor für die kurzfristige Marktrichtung auf beiden Seiten des Atlantiks.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und empfiehlt weder einen Wert noch ein Niveau oder eine Richtung; die Bewegung einer einzelnen Sitzung belegt keinen Trend. Hintergründe unter Börse, Abrechnung, Aktie, Begriffe im Finanzlexikon.

Häufige Fragen

Warum steht der Dax unter Druck?

Der deutsche Leitindex wird von den anhaltend hohen Öl- und Gaspreisen belastet, die die Konjunkturerwartungen und Unternehmensgewinne gefährden. Der Dax notierte mit einem Minus von 0,2 Prozent.

Welche Aktie verlor am stärksten im Dax?

Die Infineon-Aktie verzeichnete die deutlichsten Verluste und fiel um knapp 4,3 Prozent. Grund war eine Herabstufung durch die Investmentbank Morgan Stanley.

Welche Aktie gehörte zu den Gewinnern?

Die Aktie des Medizintechnik- und Klinikkonzerns Fresenius notierte am oberen Ende des Dax und gehörte zu den Kursgewinnern des Tages, gestützt durch positive Analystenkommentare.

Quellen

#Dax#Ölpreis#Infineon#Fresenius#Aktienmarkt

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