BIST 10014.467,25+0.51%USD/TRY48,6+0.08%EUR/TRY56,39-0.01%S&P 5007.673,64+1.08%Nasdaq 10029.454,22+1.21%Gold4.368,58+1.17%BTC77.643,44+1.40%ETH2.557,59+4.92%
Devisen

Gold steigt leicht, Ölpreise geben nach

Der Goldpreis erholt sich leicht, während der Ölpreis nach einem Bericht der IEA um über 3 Prozent fällt. Die Märkte warten gespannt auf die US-Inflationsdaten.

Devisen-Redaktion·
Nahaufnahme eines Goldbarrens mit der Prägung "SWITZERLAND", dem Feingehalt "999.9" und dem Gussdatum 2022-06 (Symbolbild)

Ibex73 / Wikimedia Commons (CC BY 4.0)

Der Goldpreis hat am Freitag leicht zugelegt, während der Ölpreis von seinen jüngsten Höhen abgerutscht ist. Die Anleger richteten ihren Fokus auf die anstehenden US-Verbraucherpreisdaten, die weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der US-Notenbank liefern sollen.

Spot-Gold notierte mit einem Plus von 0,6 Prozent bei 4.343,32 US-Dollar je Unze, nachdem es zuvor ein Einwochentief erreicht hatte. Die Futures auf Gold in den USA lagen hingegen mit einem Minus von einem halben Prozent bei 4.384,75 Dollar. Die Erholung des Edelmetalls fiel damit verhalten aus.

Ölpreis unter Druck

Ein deutlicherer Rückgang war am Rohölmarkt zu beobachten. Die Futures auf Brent fielen um mehr als drei Prozent in Richtung von 104 Dollar pro Barrel. Dieser Rückgang folgte auf einen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA), die ihre Prognose für die Ölnachfrage in diesem Jahr nach unten korrigierte.

Zusätzlich berichtete die Financial Times über ein geplantes Treffen von Golfstaaten mit dem Iran und Oman am kommenden Montag. Ziel des Treffens in der omanischen Küstenstadt Salalah sei es, eine Vereinbarung zur Sicherung der kommerziellen Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu erzielen. Solche diplomatischen Schritte können Spannungen in der für den Öltransport kritischen Region entschärfen und dämpfen somit die Risikoaufschläge im Ölpreis.

Warten auf die US-Inflationsdaten

Die Aufmerksamkeit der Märkte liegt nun voll auf den US-Verbraucherpreisen für August. Volkswirte erwarten einen Anstieg der Verbraucherpreise um 0,4 Prozent im Monatsvergleich und 3,4 Prozent im Jahresvergleich. Diese Daten sind ein zentraler Input für die Zinsentscheidung der US-Notenbank am 16. September.

Die Erwartungen für eine erneute Zinserhöhung bei diesem Treffen liegen derzeit bei etwa 70 Prozent. Der US-Dollar konnte seine jüngsten Gewinne halten, nachdem zuvor veröffentlichte Daten zum US-Produzentenpreisindex darauf hindeuteten, dass die Großhandels-Inflationsdruck wieder zunehmen.

Auch in Europa bereiten sich Händler auf weitere Zinserhöhungen bis weit ins nächste Jahr vor. Die Europäische Zentralbank sieht die Risiken weiterhin asymmetrisch: nach oben für die Inflation und nach unten für das Wachstum. Diese Unsicherheit trägt zur vorsichtigen Haltung an den Rohstoffmärkten bei.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und empfiehlt weder einen Wert noch ein Niveau oder eine Richtung; die Bewegung einer einzelnen Sitzung belegt keinen Trend. Hintergründe unter Devisen, Devisen, Forex, Begriffe im Finanzlexikon.

Häufige Fragen

Warum ist der Goldpreis gestiegen?

Der Goldpreis erholte sich leicht von einem Einwochentief, als der Ölpreis nachgab und die Anleger auf die US-Inflationsdaten warteten. Dies führte zu einer etwas entspannteren Risikostimmung, die dem Edelmetall zugutekam.

Warum ist der Ölpreis gefallen?

Der Ölpreis fiel um über drei Prozent, nachdem die Internationale Energieagentur (IEA) ihre Nachfrageprognose für dieses Jahr gesenkt hatte. Zudem berichtete die Financial Times über diplomatische Gespräche zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus, was geopolitische Spannungen milderte.

Welche Bedeutung haben die US-Inflationsdaten?

Die US-Verbraucherpreisdaten für August sind ein Schlüsseldatum für die Märkte, da sie die letzte große Information vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am 16. September darstellen. Sie werden die Erwartungen für weitere Zinserhöhungen maßgeblich beeinflussen.

Quellen

#Gold#Ölpreis#US-Inflation#Federal Reserve#Rohstoffe

Ähnliche Nachrichten

Nahaufnahme eines Goldbarrens mit der Prägung "SWITZERLAND", dem Feingehalt "999.9" und dem Gussdatum 2022-06 (Symbolbild)
Devisen

Goldpreis stürzt nach starken US-Arbeitsmarktdaten ab

Der Goldpreis verlor am Freitag über 1% nach einem überraschend robusten US-Arbeitsmarktbericht, der die Erwartungen für weitere Zinserhöhungen der US-Notenbank befeuerte.

4. Sept. 2026
Drei Goldbarren übereinander vor weißem Hintergrund (Symbolbild)
Devisen

Gold vor US-Arbeitsmarktbericht unter Druck

Der Goldpreis gibt nach dem Vortagsgewinn etwas nach, während der Markt den US-Jobsbericht erwartet. Geopolitische Spannungen und geänderte Zinserwartungen halten die Woche im Plus.

4. Sept. 2026
Drei Goldbarren übereinander vor weißem Hintergrund (Symbolbild)
Devisen

Gold erreicht Dreimonatshoch bei geschwächtem Dollar

Der Goldpreis stieg auf über 4.600 US-Dollar je Feinunze, angetrieben von einem nachlassenden Dollar und Sorgen um die US-Finanzpolitik vor wichtigen Wirtschaftsdaten und der Rede des Fed-Vorsitzenden.

24. Aug. 2026
Nahaufnahme eines Goldbarrens mit der Prägung "SWITZERLAND", dem Feingehalt "999.9" und dem Gussdatum 2022-06 (Symbolbild)
Devisen

Goldpreis stürzt nach Eskalation im Golf ab

Die Edelmetalle Gold und Silber verzeichnen deutliche Verluste, nachdem die USA und Iran ihre Angriffe wieder aufgenommen haben. Zusätzlich belasten Zinserwartungen die Märkte.

31. Aug. 2026
Nahaufnahme eines Goldbarrens mit der Prägung "SWITZERLAND", dem Feingehalt "999.9" und dem Gussdatum 2022-06 (Symbolbild)
Devisen

Gold steigt auf Dreimonatshoch nach US-Treasury-Eingriff

Der Goldpreis legt um 1,5 Prozent zu und erreicht mit 4.586 US-Dollar je Unze den höchsten Stand seit fast drei Monaten. Der schwächere Dollar und eine überraschende Anleihe-Rückkaufaktion des US-Finanzministeriums treiben die Edelmetalle.

21. Aug. 2026
Drei Goldbarren übereinander vor weißem Hintergrund (Symbolbild)
Devisen

Gold stabil vor US-Einzelhandelsdaten

Der Goldpreis zeigt sich unverändert und steht vor der zweiten Wochengewinn in Folge. Entspannung bei Inflationsdaten und geopolitische Spannungen halten die Märkte in Atem.

14. Aug. 2026