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Ölpreis über 100 Dollar drückt Aktienmärkte

Der Dax verliert 1,4 Prozent, während der Konflikt zwischen den USA und Iran um die Straße von Hormus eskaliert und die Ölversorgung bedroht. Die EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag hält Anleger zurück.

Devisen-Redaktion·
Ölpreis über 100 Dollar drückt Aktienmärkte (Symbolbild)

Der deutsche Leitindex Dax setzte seinen Abwärtstrend am Mittwoch fort und baute seine Verluste bis zum Nachmittag auf 1,4 Prozent aus. Er notierte bei 25.632 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf ein Tief bei 25.540 Punkten markiert hatte. Auch der MDax der mittelgroßen Werte rutschte um 1,1 Prozent auf 32.192 Zähler ab. Die anhaltend hohen Ölpreise von über 100 US-Dollar pro Barrel belasten die Stimmung an den Aktienmärkten deutlich.

Eskalation im Persischen Golf

Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben sich weiter verschärft und treiben die Rohölpreise zusätzlich in die Höhe. Der Konflikt zwischen den USA und Iran um die Kontrolle der strategisch vitalen Straße von Hormus ist eskaliert. Das US-Militär gab an, als Vergeltung für iranische Angriffe auf ein amerikanisches Kriegsschiff fünf iranische Rohöltanker zerstört und einen davon versenkt zu haben. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten laut eigenen Angaben umgehend mit schweren Raketenangriffen auf das mit den USA verbündete Königreich Jordanien.

Die Meerenge von Hormus ist eine der wichtigsten Handelsrouten für den globalen Öltransport, aber auch für Flüssigerdgas und Düngemittel. Jede Störung der Passage hat unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit und die Weltmarktpreise. US-Außenminister Marco Rubio warnte Teheran vor weiteren Attacken auf Schiffe der US-Marine und drohte mit dem Verlust weiterer Tanker.

Vorsicht vor EZB-Entscheidung

Neben den geopolitischen Risiken halten sich die Marktteilnehmer auch mit Blick auf die anstehende geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank zurück. Die EZB tritt am Donnerstag zusammen, und es wird allgemein eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr erwartet. Diese Aussicht auf restriktivere Finanzierungsbedingungen dämpft die Risikobereitschaft der Investoren zusätzlich.

Der breitere europäische Aktienmarkt folgte dem negativen Trend aus Frankfurt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,5 Prozent und stand bei 6.313 Punkten. Auch an der Wall Street zeichnete sich zu Handelsbeginn ein schwächerer Start der wichtigsten Indizes ab, was die globale Risikoaversion unterstreicht.

Im Einzelwertehandel war die Nachrichtenlage dünn. Die Deutsche Börse plant die Ausgabe einer Wandelanleihe über 600 Millionen Euro, um ihre allgemeinen Unternehmenszwecke zu finanzieren. Der Softwarekonzern SAP schaffte es als einer der wenigen Werte, gegen den breiten Markttrend leichte Gewinne zu verbuchen. Rüstungsunternehmen hingegen knickten nach vorherigen Gewinnen ein, was auf Gewinnmitnahmen hindeutet.

Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und empfiehlt weder einen Wert noch ein Niveau oder eine Richtung; die Bewegung einer einzelnen Sitzung belegt keinen Trend. Hintergründe unter Devisen, Devisen, Forex, Begriffe im Finanzlexikon.

Häufige Fragen

Warum ist der Ölpreis aktuell so hoch?

Der Ölpreis wird durch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Iran um die Straße von Hormus getrieben, eine kritische Passage für den globalen Öltransport. Zusätzlich belastet die generell angespannte geopolitische Lage die Märkte.

Wie hat sich der Dax entwickelt?

Der deutsche Leitindex Dax verlor bis zum Nachmittag 1,4 Prozent und notierte bei 25.632 Punkten. Er baute damit seine Verluste aus und markierte im Tagesverlauf ein Tief bei 25.540 Punkten.

Was wird von der EZB erwartet?

Die Europäische Zentralbank tritt am Donnerstag zu ihrer geldpolitischen Sitzung zusammen. Die Märkte rechnen mit einer weiteren Zinserhöhung, der zweiten in diesem Jahr, was die Anleger vorsichtig agieren lässt.

Quellen

#Dax#Ölpreis#EZB#Geopolitik#Aktienmarkt

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